Brauring Kooperation - Privat, Regional, Ausgezeichnet

Brauring Qualitätssiegel Auszeichnung 2026 in der Hallertau

1. Juni 2026
Unser Foto zeigt einen Teil der ausgezeichneten Preisträger vor dem Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach, zusammen mit Brauring Vorsitzenden Eckhard Himmel (Mitte), der Hallertauer Hopfenkönigin Theresia Eisenrieder und Brauring Geschäftsführer Carl-Christoph Lindner (2.v.r.).

Am 21. Mai 2026 war das Deutsche Hopfenmuseum in Wolnzach der würdige Rahmen für die Qualitätssiegel Verleihung der Brauring Kooperation. Anlässlich dieser gemeinsamen Feierstunde wurden zahlreiche mittelständische Privatbrauereien mit dem Brauring Gütesiegel, dem Qualitätssiegel, ausgezeichnet.  

Der Brauring Vorsitzende, Eckhard Himmel, begrüßte zunächst die anwesenden Preisträger und Personen der auszuzeichnenden Brauereien, sowie die Hallertauer Hopfenkönigin, Theresa Eisenrieder und Geschäftsführer Carl-Christoph Lindner. Ausdrücklich hob Himmel das schöne Ambiente der sehr ansprechend gestaltenden und informativ ausgestattenden Räumlichkeit des Deutschen Hopfenmuseum hervor.  

Dass nicht alle ausgezeichneten Preisträger den Weg nach Wolnzach gefunden hatten, war für den erfolgreichen Verlauf der Verleihung nicht weiter hinderlich.  

In gewohnt eloquenter Weise ging der Vorsitzende auf die Wichtigkeit des Qualitätssiegels als Gütesiegels ein, und bestätigte den Anspruch der ausgezeichneten Brauereien nur qualitativ hochwertige Biere zu brauen. Dies sei genau die Stärke des Brauerei Mittelstandes, der für Biervielfalt und Braukunst steht. Nach einem Abriss über die derzeitige Lage und Herausforderungen der Brauwirtschaft schloss Himmel seinen informativen Vortrag und übergab das Wort an den Geschäftsführer der Kooperation.  

Lindner begrüßte seinerseits die Anwesenden, und bedauerte sehr, dass der Präsident des Verbandes Privater Brauereien Bayern e.V., als Festredner leider kurzfristig, krankheitsbedingt absagen musste, und wünschte auf diesem Weg eine gute Besserung.  

In seinen Ausführungen ging der Geschäftsführer dann nicht nur auf die Bedeutung des Gütesiegels ein, sondern führte etwas weiter aus, mit der Frage, „Ist das Kulturgut Bier Im Wandel?“ Diese Verleihung ist nicht nur die Auszeichnung für die teilnehmenden Brauerei für Ihre privat geführten Brauereien und die regionale Wertschöpfung in den jeweiligen Regionen, sondern auch die Hervorhebung der höchsten Qualität Ihrer Biere. Die Biere als flüssiges Kulturgut, mit Handwerkskunst gebraut in einer Jahrhunderte langen Tradition. Dieses Gütesiegel ist ein ehrliches Versprechen für kompromisslose Reinheit, geschmackliche Brillanz und handwerkliche Perfektion.  

Er beleuchtete im weiteren Verlauf die aktuelle Situation der Bauwirtschaft, die durchaus eine Zäsur und einen noch nie dagewesenen Tiefpunkt des Bierabsatzes darstellt. Über eine Risikoanalyse „Wo drückt der Schuh?“ kam Lindner über die Problematik des derzeit herrschenden Kostendruckes, den ruinösen Preiskampf im Handel und die demographischen Veränderungen der Bevölkerung zu dem damit veränderten Trinkverhalten der GenZ und den folgenden Generationen. 

Lindner betonte jedoch auch, dass es bei Veränderungen und Krisen auch immer Gelegenheiten und Chancen gibt, hierzu man muss sich jedoch immer auf den Markt mit seinen veränderten Gegebenheiten einlassen. Viel gesprochen werde derzeit vom „Megatrend“ der alkoholfreien Biere, die mittlerweile einen beachtlichen Marktanteil von über 10% ausmachen. Keinesfalls jedoch sind sie die Lösung aller Probleme, auch wenn sich das alkoholfreie Bier weg vom „Ersatzbier für Autofahrer“ hin zum Lifestyle-Getränk und einer eigenen Produktgruppe entwickelt.

So sollten die regionalen Privatbrauereien mit den Pfunden wuchern, die sich schon immer haben, nämlich der Sehnsucht nach Heimat und Regionalität, die in der heutigen (unsicheren) Zeit wichtiger ist denn je, oder aber auch das Thema Nachhaltigkeit, ein Begriff, den die Brauereien seit jeher bedienen und nach dem sich ihr wirtschaften, bis hin zum Mehrweggedanken, ausrichtet.  

Und so schließt sich der Kreis wieder zum Qualitätssiegel des Braurings. In einem Markt, der von Rabattschlachten und austauschbaren Industriebieren geprägt ist, fungiert dieses Gütesiegel wie ein Leuchtturm im Sturm. Der Verbraucher erkennt auf den ersten Blick, hier wird handwerklich kreiert, hier fließt Herzblut, hier geht es um das Produkt selbst. Ein scharfes Schwert gegen den Preisverfall, das begründet, warum diese Flasche Bier auch ein paar Cent mehr kosten darf.  

Harte Zeiten gab es immer, aber wer exzellentes Bier braut, und den Mut hat die Marktveränderungen mitzugestalten, dem gehört die Zukunft. Denn nur Tradition allein bezahlt keine Rechnungen, sie muss immer einhergehen mit Innovation und Marktanpassung. Mit diesen abschließenden Worten und dem Hinweis das Qualitätssiegel auch zu PR-Aktionen und im Marketing einzusetzen, und den Verbraucher zu zeigen, dass echte Qualität nicht ersetzbar ist, übergab Lindner an die Hallertauer Hopfenkönigin.  

Die Hopfenkönigin Theresia Eisenrieder gratulierte den anwesenden Brauereien zur Auszeichnung und gab bei Ihren Worten einen Einblick in die Aufgaben einer Hopfenkönigin, sowie einen Ausblick über die aktuelle Hopfenmarktsituation und die Situation der Hopfenpflanzer, sowie über den Rohstoff Hopfen in seiner Bedeutung für die Brauereien bei der Bierbereitung.  

Bei der anschließenden Auszeichnung in den Räumlichkeiten des Deutschen Hopfenmuseums wurde den anwesenden Preisträgern von Eckhard Himmel, Theresia Eisenrieder und Carl-Christoph Lindner die Qualitätssiegel Urkunde sowie die goldene Medaille überreicht.

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